Von Autobahnen und Höhlen: Der Roland Gutsch Project Management Award 2014

„Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden“, schrieb einst Hermann Hesse. Ein Leitsatz, der auch für Annegret Schaber, Projektleiterin Bau des Landesbetriebs Straßenbau NRW, sowie Klemens Reindl und Heiner Brunner, ehrenamtliche Einsatzleiter bei der Bergwacht Bayern, gelten kann. Sie haben Projekte, die viele für kaum realisierbar hielten, erfolgreich abgeschlossen – und so die Grenzen dessen, was mit Projektmanagement möglich ist, neu definiert.  Für ihre herausragende Leistung erhalten sie den Roland Gutsch Project Management Award 2014.

Mit dem Preis würdigt die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. seit 2007 außergewöhnliche Projekte und ihre Macher. Eine stolze Tradition der GPM und in diesem Jahr doch auch ein Novum. Denn im Rahmen des GPM Kongresses „Mit Projekten Deutschlands Zukunft gestalten“ wurden am 21. Januar in Berlin erstmals Projektleiter von zwei Projekten ausgezeichnet: die Sanierung der Autobahn 40 unter dem Motto „3 statt 24“ und die Rettung des Höhlenforschers Johann Westhauser.

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Bild: v.l.n.r. Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Roten Kreuzes und Bundesminister a.D., Klemens Reindl, Bundesleiter der Bergwacht, Heiner Brunner, Regionalleiter der Bergwacht Hochland, Alois Glück, Landtagspräsident des Freistaates Bayern a.D. und ehemaliger Vorsitzender der Bergwacht Bayern, Prof. Hasso Reschke, Vorsitzender der Jury sowie Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

 

Damit zeichnet die Jury ein erfolgreiches Projekt der öffentlichen Verwaltung sowie eines aus dem Bereich der ehrenamtlichen Lebensrettung aus. Sie will damit verdeutlichen, wie Projektmanagement in den unterschiedlichen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens „wirkt“ – und die Realität als Problemlösungskompetenz positiv verändert.

Die Reparatur einer Autobahn erfordert ganz andere Projektmanagement-Leistungen als eine Höhlenrettung. So standen bei der Sanierung der A40 vor allem eine gründliche Vorbereitung und vorausschauende Planung im Vordergrund, um während der dreimonatigen Vollsperrung einer der Hauptverkehrsadern im Ruhrgebiet auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein und die Bauarbeiten rechtzeitig abschließen zu können. Schnelles Handeln und ein ständiges Nachjustieren der Abläufe während des Einsatzes waren dagegen bei der Höhlenrettung gefragt – ganz zu schweigen von der Koordinierung der rund 1000 Helfer, davon über 200 Höhlenretter aus fünf europäischen Ländern.

In beiden Fällen jedoch unabdinglich für den Projekterfolg: eine Projektleitung, die die Fäden in der Hand und dabei stets den Überblick behält. Diese Aufgabe haben Annegret Schaber sowie Klemens Reindl und Heiner Brunner eindrucksvoll erfüllt.

Überreicht wurde der Award am 21. Januar vor 170 Gästen in Berlin. Unter den Gratulanten waren die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, Minister Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, der Präsident des Roten Kreuzes und Bundesminister a.D. Herr Dr. Rudolf Seiters sowie Alois Glück, Landtagspräsident des Freistaates Bayern a.D. und ehemaliger Vorsitzender der Bergwacht Bayern.

Herzlichen Glückwunsch!

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