Trends im Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement

Letzte Woche fand in Zürich zum sechsten Mal das IPMA Expert Seminar zu Trends im Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement statt. Die 50 Teilnehmer aus 16 Ländern diskutierten dabei vor allem die drei folgenden Themenfelder: die zunehmende Rollenvielfalt in Projekten, Programmen und Portfolios (PP&P), die Herausforderungen in einem interkulturellen Kontext sowie die Anforderungen der jungen Generation („Generation Y“) an die Unternehmen und das PP&P Management.

spm swiss project management association

So stehen in den Unternehmen, in der Standardisierung sowie auch bei der Kompetenzentwicklung nicht mehr nur die Projektmanager im Fokus, es geht vielmehr darum, alle beteiligten Rollen in PP&P einzubeziehen. Die in Entwicklung befindliche IPMA Individual Competence Baseline (IPMA ICB) Version 4.0 unterscheidet deshalb auch deutlicher die Rollen Projekt-, Programm- und Portfoliomanager. Darüber hinaus ist eine IPMA ICB für PM-Berater, -Trainer und -Coaches geplant. Die IPMA arbeitet im Rahmen der Global Alliance for Project Performance Standards (GAPPS) auch an einem Kompetenzstandard für Project Sponsors mit, der voraussichtlich in diesem Jahr veröffentlicht wird. Auch bei der GPM zeigen sich Konzerne interessiert, einen Erfahrungsaustausch zur Rolle des Auftraggebers zu initiieren. Die Idee: Nur wenn alle Rollen gleichermaßen über ihre Aufgaben, Befugnisse und Verantwortlichkeiten in PP&P Bescheid wissen, ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit möglich.

Projekte finden zunehmend in einem interkulturellen Kontext statt. Die Teilnehmer des IPMA Expert Seminars haben sich ausführlich über die Herausforderungen, wie z.B. unterschiedliche Projektmanagement-Verständnisse und Kommunikations- bzw. Arbeitsstile unterhalten und wie diese bewältigt werden können. Dabei spielen neben einer „Cultural Awareness“ vor allem Empathie und Kommunikationsgeschick eine Rolle in der Zusammenarbeit. In den Fokus rücken aber auch die kulturellen Unterschiede in der Zusammenarbeit zwischen Projekt und Linie bzw. innerhalb einer Organisation. In der Ende letzten Jahres veröffentlichten IPMA OCB werden diese als wichtiges Thema adressiert.

Schließlich stand beim IPMA Expert Seminar die Frage im Raum, wie die heranwachsende Generation in Projekten integriert werden kann. Diese „Generation Y“ ist sehr selbstbewusst und weiß, was sie will. Es kommt ihr darauf an, Sinn in der (Projekt-) Arbeit zu finden und selbst großen Einfluss auf die Arbeitsabläufe und -ergebnisse auszuüben. Damit stellen die jungen Leute traditionell hierarchisch geprägte Organisationen und so manche Führungskraft in Frage. Die Teilnehmer in Zürich waren aber einhellig der Meinung, dass die junge Generation Projekte als Arbeitsform der Zukunft ansieht, mit einem modernen Medien- und Arbeitsverständnis bereichert und dieser Arbeitsform den Weg in die Zukunft bahnt.

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