Topmanagement erkennt strategische Bedeutung von Projektarbeit

Die Erfolgsfaktorenforschung im Projektmanagement betont es schon seit vielen Jahren: Das Topmanagement spielt eine wesentliche Rolle für den Erfolg in der Projektarbeit. Leider fehlt es in vielen Unternehmen aber an Topmanagement-Commitment bzw. -Attention für die Arbeit in Projekten. Hier ist eine Gemeinschaftsstudie von GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement und EBS Business School unter mehr als 200 Topmanagern ermutigend. Die Befragten bestätigen den Trend, dass die Projektifizierung der deutschen Wirtschaft weiter voranschreitet und annähernd die Hälfte der wöchentlichen Arbeitszeit in Projekten verbracht wird. Über 80 Prozent der befragten Topmanager messen dem Projektmanagement eine hohe oder sogar sehr hohe Bedeutung bei. Und das nicht nur für das Kerngeschäft, sondern auch für die strategische Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens.

Rolle des Projektmanagements für das Kerngeschäft und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens

Rolle des Projektmanagements für das Kerngeschäft und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens

Für den Erfolg im Projektgeschäft ist nach Aussage der Studie eine eindeutige Projektstrategie notwendig. Das umfasst die Existenz einer Strategie für das Projektmanagement, die Ableitung von Zielen für das Projektmanagement aus der Unternehmensstrategie sowie die Existenz klarer Regeln für den Umgang mit Projektrisiken. Hier ist das Topmanagement gefragt, die richtigen Impulse für die Projektarbeit zu setzen. Darüber hinaus ist auch die aktive und unterstützende Rolle des Topmanagements wesentliches Kriterium für Erfolg oder Misserfolg von Projekten. Diese Rolle ist keine operative, sondern eine strategische, die geeignete Rahmenbedingungen für einzelne Projekte und die Projektarbeit im Unternehmen schafft. Dazu gehört u.a., Projektteams den nötigen Freiraum zu geben, organisatorische Einrichtungen – wie z.B. ein Project Management Office (PMO) – an den spezifischen Bedürfnisse der Projektarbeit auszurichten sowie Projektarbeit und -mitarbeiter mit der notwendigen Wertschätzung zu behandeln.

Hierzu ist es sicherlich notwendig, die Kenntnisse des Topmanagements in Bezug auf ihre eigene Rolle in der Projektarbeit und den Herausforderungen im Projektmanagement zu verbessern. Eine Aufgabe, der sich GPM wie auch PM-Berater in der Zukunft verstärkt widmen sollten.

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Kommentare

  1. [...] das ist doch mal eine erfreuliche Meldung. Wie im GPM-Blog heute berichtet wird (LINK) “messen über 80 Prozent der befragten Topmanager dem Projektmanagement eine hohe oder sogar [...]

  2. Umsetzung Strategie von K.Wagenhals

    meine Erfahrung ist: genau bei der Ableitung der Strategie für das PM hapert es in vielen Unternehmen; d.h. dass das Top-Management durchaus ein Bewußtsein über die Bedeutung des PM hat, dass aber dann die Geschäftsstrategie auch organisatorisch getrennt wird von der PM-Strategie; PM bekommt dann eher den Stellenwert einer Methode oder eines Verfahrens (was ja auch nicht verkehrt ist), aber es wird zu wenig der Zusammenhang gesehen. Das erkennt man dann z.B. daran, welch “unterbelichtete Rolle” das PMO in vielen Firmen bekommt: es geht nur um praktischen Support – also operative Aufgaben; in dem Moment, wo das PMO sich um die Zusammenhänge von Projekten und deren strategische Ausrichtung kümmt, kriegen sie vom zentralen Controlling oder von der Unternehmensentwicklung eins auf die Hörner. und solange das so ist, wird sich an dem grundsätzlichen Problem nicht viel ändern.

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