Projektrealisierung unter schwierigen Randbedingungen

Ein Beitrag von Prof. Dr. Steffen Rietz und Dr. Lorenz Schneider

Der 5. Tag des internationalen Projektmanagements will Experten und Erfahrungsträger zusammenzubringen, den Erfahrungsaustausch fördern und hilfreiche Netzwerke als Wissenspool schaffen. Die Tagung, die am 3. Mai 2018 in Leipzig stattfindet, kann darüber hinaus mit einer Reihe hochkarätiger Vorträge aufwarten. Zwei davon werden hier vorgestellt.

iPM„Wir Unternehmer können uns nicht jedes Mal das politische System aussuchen. Wir können nicht bei jedem Umsturz die Maschinen mitnehmen, das Land verlassen und sagen: Wir kommen wieder, wenn ihr unserem Verständnis von Demokratie entsprecht.“ Das sagte 2015 Werner Wenning, der Aufsichtsratsvorsitzende von Bayer und E.On mit Blick auf die geplanten Sanktionen der Bundesrepublik gegen Russland.

Aber immer wieder gelingt es auch deutschen Projektleitern und entsendeten Teams deutscher Unternehmen, solche Herausforderungen der internationalen Projektarbeit erfolgreich zu meistern. Eines der herausragenden Beispiele der jüngeren Vergangenheit ist die erfolgreiche Standorteröffnung des Mähdrescherwerkes der CLAAS KGaA in Russland – ein Projekt, dass mit dem Deutschen Project Excellence Award ausgezeichnet wurde.

Das Unternehmen CLAAS errichtete im Jahr 2012 eine komplette Fabrik für Mähdrescher im Südwesten Russlands. Doch die kulturellen Unterschiede und sprachlichen Barrieren legten die Kompliziertheit dieses Vorhabens offen. Mit 120 Millionen Euro bedeutete das Projekt die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Familienunternehmens. Auf dem 5. Tag des internationalen Projektmanagements am 3. Mai in Leipzig berichtet Uwe Kopp, Head of Project Management bei Claas, von den Herausforderungen dieses Großprojekts.

Die Randbedingungen in fremden Ländern können einfach oder schwierig sein und sie können sich insbesondere während der Projektlaufzeit signifikant verändern. Geänderte Randbedingungen führen dann zu einem veränderten Projektverlauf, der durch zweierlei Aktivitäten geprägt sein muss:

  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen im Gastland (inklusive einer Prognose, mit welchen möglicherweise weiteren Änderungen gerechnet werden muss) und
  • Analyse der Vertragssituation mit dem Aufraggeber/ dem Kunden.

Wie solche vertraglichen Analysen ablaufen können, schildert in Leipzig Achim Stamm, Experte für internationale Verträge. In seinem Vortrag geht er auf aktuelle Einzelheiten im Zusammenhang mit internationalen Projektverträgen ein. Stamm stellt die klassische Struktur solcher Verträge dar und wird darüber hinaus Anregungen zur Optimierung geben, wobei die Teilnehmer während des Vortrages die Möglichkeit erhalten, direkt in die Diskussionen einzusteigen.

Internationales Projektmanagement lebt insbesondere auch davon, dass sich Fachkollegen aus unterschiedlichen Branchen und mit unterschiedlichen regionalen Erfahrungen offen und frei untereinander austauschen. Nicht jedes Mal muss das Rad neu erfunden werden – und nicht jeder Fehler muss mehrfach wiederholt werden. Eine gute Möglichkeit sich auf internationale Aufgaben vorzubereiten oder eine schnelle Lösung für ein anstehendes Problem zu finden, ist, sich mit Kollegen auszutauschen – kurzfristig, pragmatisch, persönlich oder telefonisch. Genau diesen Rahmen bietet der 5. Tag des Internationalen Projektmanagements.

Kommen. Zuhören. Mitdenken. Mitdiskutieren. Sich vernetzen. Profitieren.

Hier können Sie sich noch kurzfristig anmelden.

 

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