Projektmanagement in der Rüstungspolitik: "Not invented here"

Ein aktueller Leserbrief zum Thema „Rüstungspolitik“ von Prof. Dr. Heinz Schelle, Ehrenvorsitzender der GPM, veröffentlicht in der Süddeutschen Zeitung am 05. Oktober 2014.

Das Bundesministerium der Verteidigung war in den späten 60er und in den 70er Jahren einmal ein Pionier systematischen Projektmanagements in der Bundesrepublik. Innovationen der NASA und des Department of Defense der USA  wie z.B.  Netzplantechnik zur Terminplanung, detaillierte projektbegleitende Kostenverfolgung und Projektvorgehensmodelle wurden übernommen und adaptiert. Nicht immer zur reinen Freude der Rüstungswirtschaft. Leider sind diese Zeiten vorbei. Inzwischen ist, wie zahlreiche Indizien zeigen, ein Geist der Selbstgenügsamkeit und Beratungsresistenz eingetreten. Das wurde bereits in einem umfangreichen Gutachten (Weise-Bericht) festgestellt, das noch vom früheren Verteidigungsminister zu Guttenberg 2010 in Auftrag gegeben worden war.

Neuere Entwicklungen auf dem Gebiet Projektmanagement werden nicht zur Kenntnis genommen. Akqusition externen Wissens ist verpönt.  Es gilt häufig der Satz: Not invented here.

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