PE-Schnelltest: Standortbestimmung nach dem Project Excellence-Modell

GPM_Logo_PE_RGBDas nächste Projektstatusmeeting kommt bestimmt. Für den Bericht gibt es ein Template mit Feldern für Zeit-, Kosten- und Leistungsparameter des Projektes und noch ein paar mehr, deren Sinn und Aussagekraft niemand wirklich zu verstehen scheint. Wie auch immer, eine beeindruckende Detailtiefe des Statusberichts suggeriert das gute Gefühl alles im Griff zu haben.

Die Betrachtung durch das Project Excellence-Modell geht den umgekehrten Weg: Das Projekt wird als „Unternehmen im Unternehmen“ bewertet, mitsamt seinen spezifischen Zielen, Ressourcen und Kunden. Dabei werden Zusammenhänge deutlich und wichtige Themenfelder, die oft übersehen werden wie der Wald vor lauter Bäumen.

Ein ausführliches Review nach dem Project Excellence-Modell ist wohl eine der umfassendsten Evaluationen, die ein Projekt durchlaufen kann. Dabei wird es von mehreren Assessoren aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, wobei individuelle Stärken, aber auch Schwächen eines Projektes zutage treten. Wird dieses Review zudem von externen Gutachtern durchgeführt, liegt am Ende ein neutraler und umfassender Report vor. Aktuell ist das nur im Rahmen der Teilnahme am Deutschen Project Excellence Award erhältlich.

Aber geht das nicht auch schneller? Einfacher? Und kontinuierlich während das Projekt noch läuft? Diese Fragen stellten häufig interessierte Praktiker. Deswegen wurde jetzt ein simpler Fragebogen entwickelt, der anhand der Kriterien des Project Excellence-Modells eine schnelle Orientierung und Standortbestimmung ermöglicht.

Der neue PE-Schnelltest macht möglich, sich in wenigen Minuten einen Überblick zu schaffen, wie ein Projekt in den Kriterien des Project Excellence-Modells steht. Dieser Schnelltest ist ab sofort im PE-Portal der GPM online verfügbar und gibt Projektleitern die Möglichkeit mit geringem Aufwand Projekte selber zu reflektieren.

Mobile Ansicht: Der PE-Schnelltest ist für die Anzeige auf Smartphones optimiert

Wie funktioniert das? Zu insgesamt 19 kurzen Fragen gibt es jeweils eine Skala mit fünf Feldern. Ausgangspunkt ist das mittlere graue Kästchen, dieses steht für den üblichen Standard bei vergleichbaren Projekten im Unternehmen oder der Branche. Davon ausgehend wird die Leistung des vorliegenden Projektes eingeschätzt: besser oder geringer.

Das Ergebnis ist ein Profil der Stärken und Schwächen eines Projektes. Der Vergleichswert ist jeweils das, was der Anwender für die relevante Benchmark bei der Bewertung gehalten hat. Dadurch ist der Schnelltest – ebenso wie das Project Excellence-Modell selber – auf alle Arten von Projekten und Branchen anwendbar. Die Referenz auf die individuellen Umstände und Besonderheiten eines Projektes erfolgt erst bei der Anwendung.

Profil eines Projektes nach dem PE-Schnelltest (Auszug)

Auch auf die Grenzen des PE-Schnelltests muss an dieser Stelle hingewiesen werden. Es handelt sich um eine stark verkürzte Version des Project Excellence-Modells der GPM, in der die Dimensionen und Betrachtungswinkel des Modells komprimiert werden. Somit kann der PE-Schnelltest der Orientierung dienen, er soll Interesse wecken und kann den Einstieg zu tieferer Beschäftigung mit dem Thema Project Excellence bieten. Dies sei ausdrücklich empfohlen. Sowohl jenen, die sich schlechte Noten geben, denn das Project Excellence-Modell gibt viele Hinweise zur Verbesserung. Aber auch diejenigen, die sich durchweg gute Noten geben, können diese Einschätzung weiter validieren und vielleicht erwägen sie ja eine Teilnahme am Deutschen Project Excellence Award?

Der PE-Schnelltest ist ab sofort im PE-Portal verfügbar: www.gpm-ipma.de/PE-Portal

Das Project Excellence-Modell kann kostenfrei hier als PDF heruntergeladen werden.

Unter www.gpm-ipma.de/DPEA finden Sie zusätzlich Begleitliteratur zur Anwendung und eine PDF-Version des PE-Schnelltests zum Ausdrucken.

 

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