Neues von der IPMA

Diese Woche trifft sich die internationale Projektmanagement-Szene in Rotterdam zum 28. IPMA World Congress. Mehr als 1000 Teilnehmer aus 65 Ländern erlebten einen schwungvollen Auftakt des Kongresses im Beurs World Trade Center. Veranstalter ist in diesem Jahr IPMA-NL, der niederländische Schwesterverband der GPM. Ähnlich wie in Deutschland finden sich in Holland unter dem Dach der IPMA-NL mehr als 2000 Projektmanager zum Erfahrungsaustausch sowie für Qualifizierung und Zertifizierung zusammen. Der Kongress bietet neben Keynotes, Fachbeiträgen und Projektbegehungen auch eine große Ausstellung an. Circa 100 begeisterte Young Professionals hatten sich schon am Wochenende zum Global Young Crew Workshop versammelt. Auch die Young Crew der GPM war wieder zahlreich vertreten. Auf der Gala des Weltkongresses werden die renommierten Project Excellence Awards vergeben. In diesem Jahr haben es zehn Projekte in verschiedenen Kategorien ins Finale geschafft.

Seit letztem Jahr findet vor dem IPMA World Congress auch der IPMA Council of Delegates (CoD) statt, die Versammlung der Delegierten aus allen Mitgliedsländern. Die GPM wurde durch Prof. Yvonne Schoper und Wilhelm Mikulaschek vertreten. Highlights des CoD in Rotterdam war die Aufnahme von zwei neuen Mitgliedern, einer Projektmanagement-Gesellschaft aus Argentinien und einer aus Malaysia. Damit wächst die IPMA-Familie kontinuierlich, insbesondere in den Regionen Lateinamerikas und Asiens. Das CoD verabschiedete auch die vom Executive Board (ExBo) erarbeitete Strategie (IPMA Strategy 2020). Diese gibt neben Vision, Mission und strategischen Zielen auch eine Reihe von strategischen Initiativen für die weitere Expansion der IPMA vor. Die Vision lautet: „Promoting competence throughout society to enable a world in which all projects succeed.” Die IPMA versteht sich im Gegensatz zu anderen Projektmanagement-Verbänden als ein Netzwerk von Projektmanagement-Gesellschaften, die sich auch regional organisieren können. Das Netzwerk soll auf Diversität und gegenseitigen Respekt der Mitgliedsgesellschaften bauen. Neben der allseits bekannten Zertifizierung sollen in Zukunft vor allem Aus- und Weiterbildung im Projektmanagement, neue Formen des Wissens- und Erfahrungsaustausches sowie eine gegenseitige Unterstützung bei der Weiterentwicklung im Mittelpunkt stehen.

Mit Spannung wurden auch die Wahlen für das ExBo sowie die Führung der fünf Boards der IPMA (Award Management, Certification & Validation Management, Education & Training, Research Management, Young Crew Management Board) erwartet. Als neuer Präsident wurde Reinhard Wagner, Vorstandsvorsitzender der GPM, gewählt. Er ist nach Roland Gutsch und Klaus Pannenbäcker der dritte Deutsche, der als Präsident die IPMA führt. In seiner Anfang Januar beginnenden, dreijährigen Amtszeit steht die Umsetzung der IPMA Strategy 2020 im Fokus. Als Vizepräsidenten wurden gewählt: Inga Klaus (Polen), Mary McKinley (UK), Bernhard Haidacher (Guatemala), David Hudson (Australien), Jesus Martinez-Almela (Spanien) sowie Nuno Ponces (Portugal). Erfreulich ist auch die Wiederwahl von Werner Schmehr, dem Geschäftsführer der PM-ZERT, als Chairman des Certification & Validation Management Boards. Weitere Aktive der GPM sind für die verschiedenen Boards der IPMA nominiert, wer davon gesetzt wird entscheidet sich im Verlauf des Novembers. Damit wird die internationale Vernetzung der GPM weiter vertieft, was allen Mitgliedern der GPM und Deutschland insgesamt zu Gute kommt.

Der IPMA Weltkongress im nächsten Jahr findet zum ersten Mal in Lateinamerika, nämlich in Panama, unter dem Motto: „Project management in a multi-cultural context“ statt. Die Reise geht also weiter…

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