11. Internationale Forschungskonferenz zum Projektmanagement fand in Oslo statt - IRNOP 2013

Die bislang 11. Internationale Forschungskonferenz zum Projektmanagement (IRNOP International Research Network On Organizing By Projects) fand in diesem Jahr in Oslo statt. Knapp 150 Doktoranden, Professoren und PM-Forscher fanden sich vom 16.-19. Juni 2013 in Oslo an der renommierten BI Norwegian Business School zusammen, um sich über innovative Ansätze in der Projektmanagement-Forschung auszutauschen. Generell hat die „Skandinavische Schule“ im Projektmanagement ein großes Gewicht, befasst sie sich doch seit vielen Jahren schon mit dem Aspekt der temporären Organisation in Form von Projekten. An der BI hat sich ein Forscherteam von insgesamt zehn Personen unter Leitung von Professor Jonas Söderlund zusammengefunden, um das Gebiet des Projektmanagements und hier insbesondere die temporäre Form des Organisierens zu untersuchen. Zahlreiche Veröffentlichungen in einschlägigen Fachzeitschriften und -büchern zeigen, dass dieser Schule international eine hohe Bedeutung zukommt.

Vortrag bei der IRNOP 2013 in Oslo (Foto: Reinhard Wagner)

Vortrag bei der IRNOP 2013 in Oslo (Foto: Reinhard Wagner)

Die IRNOP beginnt üblicherweise mit einem Workshop für Doktoranden, die die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten vor- und zur Diskussion stellen. Aus Deutschland war dieses Mal Anton Worobei dabei, der einen Ansatz zur Optimierung des Programmmanagements unter Verwendung der Bionik vorstellte. Das umfangreiche Programm der zwei anschließenden Tage in Oslo beschäftigte sich mit einem breiten Spektrum an Themen, u. a. mit Innovation, People in Projects, Knowledge and Learning und vielen mehr. Aus deutscher Sicht erwähnenswert sind die Beiträge des Lehrstuhls von Prof. Dr. Hans-Georg Gemünden an der Technischen Universität Berlin, der sich insbesondere mit dem Multi- und Projektportfoliomanagement beschäftigt und gleich mit mehreren Beiträgen vertreten war. Darüber hinaus präsentierte auch das PM-Team der European Business School mit Professor Andreas Wald und Helge Nuhn zum Thema „Temporäre Organisation und Teamarbeit„.

Was auf der INROP auffällt: Die Forschung zur Projektarbeit geht in die Breite. Zu den methodischen Ansätzen finden sich relativ wenige Forschungsarbeiten, vielmehr wird vor allem auf dem Gebiet der interdisziplinären Ansätze geforscht, wo sich soziale, psychologische und organisationstheoretische Ansätze verschränken und neue Richtungen aufzeigen. Auf dem Gebiet der Projektmanagement-Forschung wird über alle Grenzen hinweg zusammengearbeitet, über Länder-, Disziplin-, Sprach-, Kultur- wie auch Verbandsgrenzen hinweg. So vergeben die IPMA und PMI traditionell gemeinsam einen Best Paper Award auf der IRNOP.

Die nächste IRNOP-Konferenz im Jahr 2015 findet in London statt. Nachdem die Konferenz üblicherweise im Wechsel zwischen einem Land in Europa und einem Land außerhalb Europas stattfindet, war diese Wahl doch überraschend.


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Kommentare

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