Helden gesucht: Projektmanagement im Ehrenamt

Dies ist kein Aufruf der GPM für mehr ehrenamtliches Engagement, sondern der Titel eines spannenden, sehr empfehlenswerten Buches von Michael T. Wurster und Maria Prinzessin von Sachsen-Altenburg. Es wendet sich an die „heimlichen Helden“, die mit bürgerschaftlichem Engagement oft unglaubliches leisten. So gibt es in Deutschland mehr als 20 Millionen Menschen, die zusammengezählt mehr als 3 Milliarden Stunden ehrenamtliche Arbeit in ganz unterschiedlichen Bereichen erbringen.

helden_gesuchtDas Buch geht ausführlich auf die Motivation der ehrenamtlich Aktiven ein. Oft suchen diese über die Erwerbsarbeit hinaus nach dem Sinn ihres Lebens und sind überzeugt, im Ehrenamt etwas Sinnvolles zu tun. Die Beweggründe sind natürlich unterschiedlich ausgeprägt. Manche suchen nach Stimulanz, d.h. Spaß im Leben. Andere wollen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement eigene Ziele verfolgen, sich z.B. selbst verwirklichen. Die dritte Gruppe schließlich ist altruistisch veranlagt und möchte sich ganz einfach für andere Menschen einsetzen. Zu was Menschen im Ehrenamt fähig sind fasst Bundespräsident Gauck wie folgt zusammen: „Ich freue mich immer, wenn Bürger aktiv werden und nicht einfach dasitzen und die Zeit oder die mangelnde Unterstützung von oben beklagen, sondern wenn sie sich zusammentun in Vereinen oder Initiativen und etwas gestalten. Wir sind voller Energie und Elan, wenn wir entdeckt haben, dass da Aufgaben auf uns und unsere Fähigkeiten warten.“

Das Buch stellt kurz und bündig Erfolgsfaktoren, grundlegende Aspekte des Managements einzelner wie auch vieler Projekte vor. Die Illustrationen von Werner Tiki Küstenmacher veranschaulichen die Inhalte und regen oft zum Schmunzeln an. Besonders erwähnenswert: das Buch geht auch darauf ein, wie die Ambitionen im Ehrenamt von der Vision über die Projekte realisiert werden können. Tools wie die Balanced Scorecard, wichtige Aspekte der Führung sowie des Projektmarketings komplettieren das Projektmanagement im Ehrenamt. Dabei gehen die Autoren auch auf die Nutzung von Social Media und Fundraising ein. Zu guter Letzt kommen Persönlichkeiten zu Wort, darunter Dominique von Matt, Rolf Zuckowski und Frank Elstner.


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