Forschungswerkstatt: ein Veranstaltungsformat setzt sich weltweit durch

Schon seit 2008 bringt die GPM Forscher, Akademiker, Trainer und Praktiker zu einer interaktiven Forschungswerkstatt zusammen, um gemeinsam an der Weiterentwicklung des Projektmanagements in einem spezifischen Themengebiet zu arbeiten. Nach der 6. GPM Forschungswerkstatt 2012 hieß es in einem Blogbeitrag „…können wir von der Fachgruppe “Neue Perspektiven in der Projektarbeit” nicht ohne Stolz behaupten, ein weltweit einzigartiges Veranstaltungsformat etabliert zu haben, in welchem ein intensiver Austausch zwischen Vertretern aus PM-Theorie und PM-Praxis auf eine für alle Teilnehmer bereichernde Art ermöglicht wird.“ Per Ende 2014 hat sich nun das Format der Forschungswerkstatt international etabliert, sowohl auf IPMA-Ebene wie auch auf der Ebene der drei deutschsprachigen Schwesterverbände GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., pma Project Management Austria und spm swiss project management association.

Ende 2013 hatten GPM und IPMA® zur ersten IPMA Research Conference nach Berlin geladen. Nahezu 80 Teilnehmer aus 21 Ländern diskutierten vor einem Jahr wie eine Brücke zwischen Theorie und Praxis des Projektmanagements gebaut und eine engere Zusammenarbeit erreicht werden kann. Viele Teilnehmer bestätigten, dass diese Konferenz bei ihnen einen bleibenden Eindruck hinterliess, und für einige der Teilnehmer war dies gar „eine der am besten organisierten IPMA-Veranstaltungen“ die sie je besucht hatten. Das Format und die gewonnenen Erkenntnisse kamen so gut an, dass Prof. Anbang Qi, der Vorsitzende des IPMA Research Board, in Berlin spontan ankündigte, dass die nächste Konferenz bei ihm an der Nankai Universität in Tianjin, China stattfinden würde.

Doch es blieb nicht bei der Ankündigung: Anfangs Dezember 2014 fand die 2nd IPMA Research Conference tatsächlich in Tianjin statt. Das Motto lautete zwar „How to make Research Meet the Needs of Practice in Project Management“, es ging zu einem Grossteil aber auch um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der östlichen sowie westlichen (Projekt-) Management-Philosophie. Wiederum stand der Austausch im Vordergrund, und die über 60 Teilnehmer aus 15 Ländern konnten fachlich und/oder kulturell einiges mitnehmen und neue Kontakte knüpfen, auch über Kontinentsgrenzen hinweg. Die dritte IPMA Research Conference ist 2015 in Südafrika geplant.

2013 kam auch die Idee auf, aus Synergiegründen unter den deutschsprachigen Ländern in Zukunft gemeinsam auf dem Gebiet des Projektmanagements zu forschen und eine D-A-CH Forschungswerkstatt ins Leben zu rufen. Diese Idee wurde zum Leben erweckt und Ende November 2014 fand in Berlin die erste 1. D-A-CH Forschungswerkstatt statt. Das Veranstaltungsformat wurde hier so erweitert, dass Herausforderungen und Lösungsansätze nicht nur diskutiert, sondern neue Vorgehensweisen auch direkt erfahren werden konnten. Die nächste D-A-CH Forschungswerkstatt wird 2015 in Wien stattfinden.

Dieses Beispiel zeigt sehr schön, was die Arbeit einer Fachgruppe bewirken kann. Wer mehr über das Veranstaltungsformat erfahren möchte, dem sei Kapitel 5 im Buch „Theory Meets Practice in Projects“ empfohlen.

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