Blick hinter die Kulissen des Deutschen Project Excellence Awards 2015

Deutschlands großer Award für erfolgreiche Projekte ist eine begehrte Auszeichnung. Hinter den Kulissen arbeitet ein ganzes Team daran, um exzellente Projekte zu identifizieren und beschreiben zu können, was sie so erfolgreich gemacht hat.

Methodisch und logistisch ist der Deutsche Project Excellence Award (DPEA) eine spannende Aufgabe, dabei müssen hervorragende Projekte als Teilnehmer und erfahrene PM-Profis als Assessoren für Projektreviews zusammengebracht werden. Die Zeit aller Beteiligten ist naturgemäß knapp, der Einsatz dennoch enorm.

Die wichtigsten Fragen zur Teilnahme am Deutschen Project Excellence Award sind hier beschrieben. In diesem Beitrag geht es nun darum, wer die Assessoren und Mitglieder der Jury sind.


Neue Generation Assessoren geschult

GPM_Logo_DPEA_RGBWährend die Teilnehmer am Deutschen Project Excellence Award noch an ihren Bewerbungen feilen, laufen auch die Trainings der Assessoren auf Hochtouren. Dabei wird die Bezeichnung manchmal etwas irreführend aufgefasst: Assessoren des Deutschen Project Excellence Awards sind PM-Experten, die als Kollegen und mit neutralem Blick die teilnehmenden Projekte reviewen. Sie kommen nicht, um zu prüfen, sondern um exzellentes Projektmanagement zu finden. In einem Team aus drei bis vier Personen bewerten sie erst die eingereichten Unterlagen eines Teilnehmers und kommen dann zu einem eintägigen Vor-Ort Besuch, um noch weitere Fragen zu stellen und Beispiele für exzellentes Projektmanagement zu dokumentieren.

Bei der Auswahl der DPEA-Assessoren und Zusammensetzung der Teams sind einige Aspekte sehr wichtig: Zuerst muss es sich natürlich um Experten im Projektmanagement handeln, zudem ist ein Erfolgsfaktor für gute und ausgewogene Bewertungen eine gewisse Heterogenität im Team – unterschiedliche Erfahrungshintergründe und Persönlichkeiten sollen sich ergänzen, um ein möglichst umfassendes Bild des teilnehmenden Projektes zu erhalten. Schließlich ist es auch eine Frage der Haltung, denn diese Rolle erfordert es, mit natürlicher Neugier auf fremde Projekte zu schauen und die herausragenden Ansätze erkennen und beschreiben zu können.

Dieses Selbstverständnis beschreiben sie in ihrem Verhaltenskodex selber so:

„Als Assessoren für den Deutschen Project Excellence Award sind wir Botschafter der GPM und des Deutschen Project Excellence Awards, zu Gast bei erfolgreichen Projekten – als Kollegen und Experten im Projektmanagement mit objektivem Blick von außen, respektvoll gegenüber Personen und wertschätzend hinsichtlich ihrer Leistung, neugierig und begeisterungsfähig, neutral und nicht beratend, dabei immer auf der Suche nach Project Excellence.“

In diesem Jahr steht eine Reihe hervorragender Assessoren bereit, um im Sinne von Project Excellence auf die Suche nach außergewöhnlichen Vorgehensweisen zu gehen und sich dabei selber ein Stückchen begeistern zu lassen. Jeder Assessor wird in einem zweitägigen Workshop auf seine Aufgabe und die Anwendung des Project Excellence Modells für das Review von Projekten vorbereitet. Die Workshops wurden dieses Jahr in der ganzen Republik in Nürnberg, Berlin und Frankfurt angeboten und waren innerhalb weniger Tage ausgebucht.

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Training der Assessoren für den Deutschen Project Excellence Award: PM-Experten werden auf die Anwendung des Project Excellence Modells für das Review von Projekten vorbereitet.

Jedes Assessorenteam begutachtet sein Projekt sehr intensiv und schließt mit einem sogenannten Feedbackbericht ab. Dieser wird der Jury des Deutschen Project Excellence Awards vorgelegt und anschließend dem Teilnehmer. Schon allein der Feedbackbericht ist für manche ein Grund, teilzunehmen. In diesem Dokument sind die Erkenntnisse des Assessorenteams detailliert nach den 23 Teilkriterien des Project Excellence Modells zusammengefasst und Stärken, sowie Verbesserungspotenziale beschrieben.


Die Jury steht fest

Alle Zeichen stehen auf Vorwärts: Die Assessoren für den Deutschen Project Excellence Award sind geschult, die Teilnahme ist ab diesem Jahr erstmals komfortabel im PE-Portal online möglich und auch die Jury hat sich zusammengesetzt. Sie besteht aus fünf Personen, die als schwierige Aufgabe haben, aus den Teilnehmern diejenigen Projekte auszuwählen, die als Finalisten und Gewinner gekürt werden.

Grundlage für die Jury sind die Feedbackberichte der Assessorenteams, zusätzlich kann sie die Assessoren anhören und um eine Empfehlung bitten. Dann hat die Jury einen Tag Zeit, um in ihrer Sitzung zu einer Entscheidung zu kommen, die im Sinne von Project Excellence ist und der individuellen Leistung eines jeden teilnehmenden Projektes Rechnung trägt.

Dieses Jahr ist die Jury des Deutschen Project Excellence Awards hochkarätig besetzt:

  • Prof. Harald Wehnes, Vorstand der GPM für das Ressort Bildung und ehemaliger Preisträger des Deutschen Project Excellence Awards
  • Dr. Thor Möller, Unternehmer, Autor und ehemaliger Vorstand der GPM
  • Dr. Dagmar Börsch, erfahrene Assessorin für den Deutschen Project Excellence Award
  • Dr. Claus Hüsselmann, Vorstand der GPM für das Ressort Wirtschaft
  • Dr. André Moll, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V., Mitglied des Core Teams der EFQM

Durch eine Geschäftsordnung ist geregelt, welche Rollen und Qualifikationen in der Jury vertreten sein müssen, wer an ihrer Sitzung teilnehmen darf und wie sie entscheidet.

Es gibt einige Grundprinzipien, die sich immer wieder im DPEA zeigen. Dazu zählen Einfachheit des Modells und der Prozesse, Fairness und Wertschätzung in den Begutachtungen, Transparenz der Abläufe, Rollen und Dokumente, sowie die Vertraulichkeit der Bewerberdaten und teilnehmenden Projekte. Wenn es zur Juryentscheidung kommt, steht die Vertraulichkeit im Vordergrund. Die Sitzung der Jury findet deshalb nicht öffentlich statt, sie trifft ihre Entscheidungen frei und ist nicht an Weisungen gebunden.

Sie hat dadurch großen Freiraum aber auch eben so große Verantwortung. Durch die klar definierte und auserlesene Besetzung der Jury ist sichergestellt, dass an dieser kritischen Stelle alle Leistungen gewürdigt und Auszeichnungen nach reiflicher Überlegung vergeben werden. Die Jury hat dabei auch eine wichtige Rolle für die Assessorenteams, denn diese können sich bei ihren Gutachten ganz auf das individuelle Projekt konzentrieren und mit dem Kandidaten seine Beispiele für Project Excellence herausarbeiten, ohne durch die spätere Entscheidung über die Awardvergabe belastet zu sein.


Teilnahme noch bis zum 3. Mai möglich

Die Bewerbungsfrist für die Teilnahme am Deutschen Project Excellence Award 2015 läuft noch bis zum 3. Mai. Mehr Infos gibt es unter www.gpm-ipma.de/DPEA

Seit 1997 verleiht die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. den Deutschen Project Excellence Award (DPEA) an Projektteams und Unternehmen für Spitzenleistungen im Projektmanagement. Der Preis zeichnet Projekte aus, die sowohl ein hervorragendes Ergebnis vorweisen, als auch durch ihr Management auf dem Weg dorthin begeistern. Excellence ist dabei keine Frage von Größe, Branche oder PM-Methoden, sondern spiegelt eine gewisse Haltung wider: Sich jeden Tag ein Stück weit selbst zu übertreffen und am Ende Begeisterung zu schaffen.

 

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Kommentare

  1. […] Projekte haben in den letzten Monaten ein mehrstufiges Assessment- und Juryverfahren durchlaufen, währenddessen sie in einem Peer Review durch ein Team erfahrener Projektleiter begutachtet […]

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