BarCamp: „Führen von Projekten – neue Herausforderungen“ in Fulda

Erfolgreiches erstes BarCamp am 6.10.2017 zum Thema „Führen von Projekten – neue Herausforderungen“ in Fulda

Auf Initiative von Roswitha Müller-Ettrich trafen sich im März dieses Jahres 6 GPM-Mitglieder, die Interesse daran und Lust dazu hatten, die etwas „verstaubte“ Fachgruppe „Führen von Projekten“ neu zu beleben. Um dies wirkungsvoll   anzustossen, kamen sie auf die Idee, ein BarCamp zu initiieren – und zwar so, dass nicht nur das Programm von allen TeilnehmerInnen („Teilgebern“ statt Teilnehmern) gemacht wird, sondern dass auch Ideen und Vorschläge eingebracht werden können, die die Fachgruppe zukünftig bearbeiten soll.

Was ist ein BarCamp?

Der gravierendste Unterschied zur herkömmlichen Konferenz ist, dass das Programm von allen Teilnehmern gemeinsam entwickelt wird. Das bedeutet, dass es in der Regel keine im Voraus geplanten Beiträge gibt – höchstens sogenannte „Impulsvorträge“ zu Beginn. Dann kann jeder sein Thema bzw. seine Fragestellung einbringen, die dann über den Tag auf verschiedene Zeitfenster verteilt werden. Dort werden die Themen dann von den „Themen-Ownern“ und den sie Begleitenden diskutiert, wobei erstere nicht zwingend die Leitung übernehmen müssen. Die Ergebnisse aus diesen „Mini-Workshops“ werden auf einem Flipchart festgehalten und später im Plenum „ausgestellt“ und präsentiert. Die vielfältigen Aspekte der Fragestellungen werden mit allen TeilgeberInnen erörtert und Antworten auf ggf. zu Beginn formulierte Fragen und Problemstellungen gegeben.

Am 6.10.2017 waren dann ca. 35 Interessierte angereist – leider erheblich weniger, als angemeldet aufgrund der chaotischen Verkehrsverhältnisse im Norden Deutschlands aufgrund des Sturms am Vortag.
Aber die Gruppe ließ sich die Stimmung nicht vermiesen und begann mit einem Impuls-Beitrag von Dr. Klaus Wagenhals zu der besonderen Herausforderung, denen sich in der agilen Welt der/die Projektmanager(in) (PM) oder der/die Projektleiter(in) (PL) ausgesetzt sieht: Ein Teil der Aufgaben oder auch Rollen werden nun den neu entstandenen Rollen-Stereotypen „Scrum-Master“ und „Product-Owner“ zugeschrieben. Vieles wird vom „selbstorganisierten Team“ erwartet und es fragt sich, was den PM/PL noch übrig bleibt oder ob neue Rollen/Aufgaben entwickelt werden können.
Viele PM/PL sind in dieser Situation sich selbst überlassen und versuchen sich natürlich „durchzuwurschteln“. Die Anwesenden konnten diesem Impuls gut folgen und sich mit ihren Fragen entsprechend anschliessen.

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Session 1

  1. Ergebnisrunde:
    Die Ergebnisse aus den Mini-Workshops wurden in einer „Vernissage“ ausgestellt und von den TeilnehmerInnen durch „rundlaufen“ zur Kenntnis genommen und teilweise auch schon am Objekt diskutiert.
    Nach dem Mittagessen (sehr lecker!!) wurde erneut zu Fragen und Problemnennungen aufgerufen – entweder auf der Basis des bereits Erarbeiteten als Vertiefung oder auf der Basis neuer Erkenntnisse. Vom Vormittag gab es noch Fragestellungen „übrig“, die jetzt dran waren.
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  2. Ergebnisrunde:
    Die auf Flipchart und Pinnwänden festgehaltenen Ergebnisse wurden wiederum in Form einer „Vernissage“ im Plenum vorgestellt – diesmal mit einem kurzen Überblick von einem der WS-TeilgeberInnen. In einer 2.Runde – mittlerweile standen alle Wandzeitungen auch von der ersten Runde wieder im Raum – wurden alle TeilgeberInnen gebeten, diejenigen Themen dem Moderator zuzurufen, die sie für so wesentlich halten, dass sie in der Fachgruppe „Führen von Projekten“ weiterbearbeitet werden sollten.

Hieraus entstand folgende Liste:

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Als letzte Fragestellung war zu klären, wer denn von den Anwesenden Lust und Zeit hätte, sich in der Fachgruppe – ggf auch „nur“ zu einzelnen Fragen/Themen – zu engagieren; dankenswerterweise meldeten sich 5 Personen. Dafür danken die Organisatoren als Fachgruppe ganz besonders, weil sie wissen, wie schwer es ist, sich in diesen hektischen Zeiten, einen zusätzlichen „Workload“ freiwillig aufzuladen, um eine gemeinsame Sache voranzubringen.

Zum Schluß lud der Moderator ein, sich für die folgenden 3 Fragen im hinteren Teil des Raums zu positionieren:

  1. „Wie gut hat das BarCamp als Format“ gefallen? Die allermeisten standen bei 80-100%
  2. „Wie zufrieden seid ihr mit der Beantwortung Eurer Fragen und Problemstellungen? Die Skala war von 1-5 und die meisten standen zwischen 3 und 5.
  3. Was wollt Ihr uns noch sagen? Zurufe wurden als Feedback auf dem Flip festgehalten.

Mit dem Dank für die Bereitschaft mitzuwirken und uns als Fachgruppe mit Themen, die auch wirklich auf Bedürfnisse der TeilgeberInnen stossen, zu versorgen, verabschiedeten sich alle in angenehmer Stimmung ins Wochenende.

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